„Grüne Kompetenz
für unsere Region”

Heidelbeeren sind keine Blaubeeren

Heidelbeeren im eigenen Garten oder frisch vom Erzeuger

Die heimischen Blaubeeren, die bei uns wild im Wald wachsen, sind mit den dicken Kulturheidelbeeren nur ganz entfernt verwandt. Während die kleinen, durchgehend blau gefärbten heimischen Blaubeeren an niedrigen, krautigen Büschen hängen, wachsen die deutlich dickeren Kulturheidelbeeren an bis zu zwei Meter hohen Sträuchern, haben eine blaue Schale und helles Fruchtfleisch. Ihr Ursprungsland ist Nordamerika. Dort wurden vor etwa 100 Jahren die ersten Kreuzungen von Wildarten durchgeführt. Bis heute sind daraus viele Kultursorten hervorgegangen, die sich in Fruchtgröße, Reifezeit und Wuchsverhalten unterscheiden. Heidelbeeren gibt es frisch zur Sommerzeit von Sibirien bis Nordamerika. Sie weisen Vitamin C, Kalzium, Phosphor und Eisen auf.

Allein verzehrt unterstützen sie die Verdauung, wirken entzündungshemmend, stärken das Immunsystem und helfen bei Maßnahmen zur Gewichtsabnahme. Das Blau der Heidelbeeren ist der Pflanzenfarbstoff Anthozyan, der die Pflanzenzellen und auch die menschlichen Zellen schützt. Sie sind wegen der hochwirksamen Biostoffe, die rasch ins Blut gelangen, leckere Medizin gegen Stress. Heidelbeeren richtig pflanzen Heidelbeeren sind beliebte Sträucher für den Obstgarten, stellen aber spezielle Ansprüche an Boden und Standort. Die Pflanzen zählen wie die Rhododendren zu den Heidekrautgewächsen und brauchen einen humusreichen, kalkfreien und gleichmäßig feuchten Boden. Obwohl fast alle Kultur-Heidelbeeren selbstfruchtbar sind, sollten Sie immer mindestens zwei unterschiedliche Sorten pflanzen, denn dann ist der Fruchtertrag wesentlich höher.

Die Blüten öffnen sich je nach Sorte ab Anfang Mai und werden von Insekten bestäubt. Sorten wie „Bluecrop“ und Berkeley“ wurden in den USA gezüchtet. „Heerma“ und „Ama“ stammen zwar aus Deutschland, gehen aber ebenfalls auf amerikanische Sorten zurück.

Wer selbst keine Heidelbeeren im Garten hat, kann die leckeren Früchte auch selbst ernten oder direkt beim Erzeuger im Hofladen oder auf dem Markt kaufen. Durch die Sortenwahl ist es den Betrieben möglich, sie von Juli bis in den September hinein anzubieten.