„Grüne Kompetenz
für unsere Region”

Eröffnung der Brandenburger Apfelsaison am 2.September 2019

„Kauft und esst saisonal und regional“

Gelb, grün oder rot – Äpfel sind sowohl in Brandenburg als auch in ganz Deutschland die beliebteste Obstsorte. Aus gutem Grund: Äpfel sind nicht nur gesund, sondern haben eine breite Geschmacksvielfalt und lassen sich vielfältig weiterverarbeiten, wie z.B. zu Kuchen, Saft und anderen Leckereien.

Der Start der Apfelsaison erfolgt am Montag, den 2.September 2019 um 10 Uhr auf der Apfelplantage der Märkischen Obstbau GmbH in Groß Kreutz / OT Schmergow. Agrarminister Jörg Vogelsänger wird die Apfelsaison offiziell eröffnen.

Mit dem Saisonstart verbinden die Brandenburger Gärtner angesichts der gravierenden Ernteausfälle auch den Aufruf an die Verbraucherinnen und Verbraucher, Äpfel aus der Region zu kaufen.

„Unsere Obstgärtner aus Brandenburg verfügen über erstklassiges Know-how, qualitativ hochwertige Äpfel zu produzieren und über ausgezeichnete Vermarktungschancen mit Blick auf die Hauptstadtregion“, so Klaus Henschel, Präsident des Gartenbauverbandes Berlin-Brandenburg e.V. 

„Kauft und esst saisonal und regional“ – so die zentrale Botschaft.

Nach ersten Schätzungen gehen die Brandenburger Obstgärtner in diesem Jahr von einem Ertrag von 166 Dezitonnen pro Hektar aus, dies wäre die niedrigste Apfelernte seit 2011.

Nach Informationen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg liegt der erwartete Ertrag um fast die Hälfte unter dem Ergebnis des Vorjahres und um 42 Prozent unter dem des 6-jährigen Durchschnitts (2013 bis 2018). Bei einer Anbaufläche von rund 900 Hektar wird derzeit von einer Erntemenge von rund 15 000 Tonnen ausgegangen. Im Jahr zuvor wurden in Brandenburg noch 28 928 Tonnen gepflückt.

Ursachen für die extrem niedrigen Erträge waren die Frostperioden von Anfang April bis Anfang Mai. Darüber hinaus kam es zum verstärkten Junifruchtfall, bedingt durch Trockenheit und Hitze. Einige Obstbaubetriebe müssen in diesem Jahr sogar Totalausfälle bei den Äpfeln einkalkulieren.

Mit einer Anbaufläche von rund 900 Hektar stellen Äpfel die dominierende Obstart im Land Brandenburg dar, sodass deren Produktion damit wesentlich das Ergebnis der Gesamtobsternte bestimmt.

Die Einbußen in der Menge in den einzelnen Regionen ändern jedoch nichts an der ausgezeichneten Qualität und dem einzigartigen Geschmacksergebnis der bestehenden Brandenburger Äpfel. Zu den führenden Sorten im Land gehören Jonagold, Idared und Pinova. Die Hauptanbaugebiete des beliebten Kernobstes befinden sich in den Landkreisen Potsdam-Mittelmark, in Märkisch-Oderland sowie um die Stadt Frankfurt (Oder) herum.  


Gastgeber der diesjährigen Saisoneröffnung ist die Märkische Obstbau GmbH Schmergow, die auf einer Fläche von 65 ha Äpfel anbaut. Die 1990 gegründete Märkische Obstbau GmbH baut auf insgesamt 269 ha neben der Hauptkultur Apfel auch noch Pflaumen, Birnen, Süß- und Sauerkirschen, Aprikosen, Erdbeeren, Kartoffeln, Getreide sowie Gurken und Dill an. Der 42-jährige Betriebsinhaber und gelernte Obstgärtner Jörg Seidel schätzt seine diesjährige Ernte auf ca. 210 t Äpfel. Im letzten Jahr waren es noch 1.000 t. Zur Bestäubung seiner Apfelsorten Galmac, Elstar, Boskoop, Jonathan, Pinova, Pilot und Rubinette greift er auf die Hilfe von Wildbienen und Imkern zurück. Rund 5 - 10 % seiner Äpfel hat er zusätzlich durch „Sonnenbrand“ verloren. Derzeit werden in dem Familienbetrieb, der 2 feste Mitarbeiter sowie 20 - 50 Saisonarbeitskräfte beschäftigt, Überkronenberegnung und Tröpfchenbewässerung eingesetzt; eine Brunnenbewässerung wird derzeit beantragt. Ergänzend zu den 20 ha Neupflanzungen (davon 10 ha Äpfel) setzt der Schmergower Betrieb in Kooperation mit dem NABU-Brandenburg das „REWE-Apfelprojekt“ um, in dem bewusst Hecken, Vogelkästen und Blühstreifen für den Natur- und Artenschutz angelegt werden.