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Heidelbeersaison in Brandenburg startet am 28. Juni 2018

Kleine Beere – große Wirkung

Unter dem Motto „Pflück dich gesund“ erfolgt am Donnerstag, den 28. Juni 2018 um 11.30 Uhr der Startschuss in die Brandenburger Heidelbeersaison auf dem Spargel- und Erlebnishof Buschmann & Winkelmann, Glindower Straße 28, 14547 Klaistow.

Eduard Krassa, Leiter der Abteilung Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Forsten im Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg, wird zusammen mit Landrat Wolfgang Blasig (Potsdam-Mittelmark), dem Beelitzer Bürgermeister Bernhard Knuth und Klaus Henschel, Präsident des Gartenbauverbands die blaue Beerenselbstpflücke in Brandenburg eröffnen. Auch Sebastian Brendel und Jan Vandrey, Kanuten und Olympiasieger, werden mit dabei sein und über die blauen Geheimnisse ihrer WM-Erfolge berichten.

 Mit rund 280 Hektar gehört die Heidelbeere zur zweitwichtigsten Strauchbeerenart (Sanddorn 370 Hektar) in Brandenburg. Derzeit haben sich 24 Betriebe auf den Anbau der blauen Beeren spezialisiert und 2017 einen Ertrag von 47 Dezitonnen/Hektar erwirtschaftet. Dies entspricht einer Ertragssteigerung von 54 % im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt lag die Erntemenge bei 13.105 Dezitonnen Kulturheidelbeeren, damit um 80% mehr als im Jahr 2016. Der Anbau der Kulturheidelbeeren konzentriert sich dabei wesentlich auf die Landkreise Potsdam-Mittelmark, Oberhavel und Prignitz.

Der Spargel- und Erlebnishof Klaistow bewirtschaftet eine Anbaufläche von 150 Hektar Heidelbeeren. In diesem Jahr wird eine Erntemenge von 800 bis 1.000 Tonnen erwartet. Da viele Neuanlagen gepflanzt wurden, rechnet man in den nächsten Jahren mit stark steigenden Erträgen.

Sich schön und gesund essen: Beauty-Food Heidelbeere
Die in Brandenburg angebauten Kulturheidelbeeren unterscheiden sich von den heimischen Blaubeeren. Während heimische Blaubeeren klein und blau gefärbt an niedrigen, krautigen Büschen hängen, wachsen die deutlich dickeren Kulturheidelbeeren an bis zu zwei Meter hohen Sträuchern und haben eine blaue Schale und helles Fruchtfleisch. Sie sind wesentlich größer, süßer und besitzen viele gesundheitsfördernde Eigenschaften:
Im Blickpunkt der Wissenschaft stehen bei Untersuchungen zur Gesundheitswirkung der Heidelbeeren dabei immer wieder die sogenannten Anthocyane. Das sind sekundäre Pflanzenstoffe, die entzündungshemmend wirken und dazu beitragen, freie Radikale abzufangen, sie zu neutralisieren und damit Alterungsprozesse zu verzögern. Zudem stabilisieren die in Heidelbeeren enthaltenen Biostoffe das körpereigene Adersystem, unterstützen den Fettstoffwechsel und können bei Diabetikern helfen, den Blutzuckerspiegel zu senken.
Neben Anthocyanen und Mineralstoffen machen auch spezielle Gerbstoffe Heidelbeeren gesund: Gerbstoffe wirken gegen Durchfall, hemmen die Vermehrung von Bakterien und beschleunigen die Heilung von Schleimhautentzündungen. Heidelbeeren besitzen zudem große Mengen an Vitamin C, A, B, E und Beta-Carotin. Es ist bestätigt, dass die Beere antibakteriell wirkt und das Anheften von Bakterien an die menschlichen Zellen verhindert. Deshalb wird Heidelbeeren auch eine heilsame Wirkung im Bereich Stärkung des Immunsystems sowie eine regulierende Wirkung bei Magen- und Darmerkrankungen zugesprochen. Laut einiger Studien sollen sie sogar Krebs und Arteriosklerose vorbeugen können.
Frische Heidelbeeren pur sind ein Genuss. Aber auch gezuckert oder mit Schlagsahne kombiniert, lassen sie die Geschmacksknospen erblühen. Die säuerliche Frische der Beeren harmoniert außerdem mit Eierkuchen, Torten, Quarkspeisen, Müsli oder Muffins. Sie sind auch ideal als Smoothie, Gelee oder Konfitüre zu genießen. Da Heidelbeeren also nicht nur gesund, kalorienarm und gut haltbar sind, verwundert es, dass bisher in Deutschland der durchschnittliche Jahresverbrauch lediglich bei 100 Gramm liegt. Verglichen mit dem Pro-Kopf-Verbrauch in den Vereinigten Staaten (370 bis 570 Gramm) gibt es noch deutlichen Nachholbedarf. Also: Auf die Beeren, fertig, los und „Gesund pflücken“!

 

Der Spargel- und Erlebnishof Buschmann & Winkelmann
Der Spargelhof Buschmann & Winkelmann wurde am 1. Januar 1990 gegründet. Ab 2004 begann der Ausbau des eigentlichen Spargelbetriebs zum Erlebnishof. Der in Klaistow ansässige Betrieb bewirtschaftet mittlerweile 1.000 Hektar, davon 800 Hektar Spargel, 15 Hektar Erdbeeren, 150 Hektar Heidelbeeren, 35 Hektar Kürbisse.
Ergänzt wird der landwirtschaftliche Betrieb durch ein breites gastronomisches Angebot regionaler und saisonaler Produkte im Scheunen- und Hofrestaurant mit Biergarten. Hofladen, Spielplatz, Naturwildgehege, Kletterwald und viele Hofveranstaltungen ergänzen das Angebot für die ganze Familie. Folglich gehört der Betrieb auch zu den größten Arbeitgebern der Region und beschäftigt ganzjährig 75 feste Mitarbeiter (darunter Köche, Tischler, Forstwirte, Bürokräfte, Gastronomen) sowie saisonal 250 bis 300 deutsche Arbeitskräfte als Kraftfahrer, Verkäufer, Servicepersonal, weiterhin 900 polnische und rumänische Erntehelfer beziehungsweise Saisonhilfen in der Sortierhalle und für die Verpackung.

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