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Heidelbeeren ernten in Brandenburg

Gesundheit im Sommer mit blauen Powerfrüchten

Eröffnung der deutschlandweiten Heidelbeersaison am 9. Juli in Klaistow

Heidelbeeren sind echte Sommerfrüchte, zu deren Erntestart der Gartenbauverband Berlin-Brandenburg und der Spargel- und Erlebnishof Klaistow am 9. Juli einladen. Erstmals findet der deutschlandweite Start im Land Brandenburg statt. Vom Bund Deutscher Heidelbeeranbauer hat sich Dr. Udo Funch angesagt. Aus dem Brandenburger Agrarministerium kommt Staatssekretärin Dr. Carolin Schilde und vom Gartenbauverband Berlin-Brandenburg ist Präsident Jörg Kirstein dabei. Auch der zuständige Landrat Wolfgang Blasig und der Bürgermeister der Stadt Beelitz Bernhard Knuth werden anwesend sein. Nach einer Einführung in die gesundheitsfördernden Eigenschaften von Heidelbeeren durch Prof. Dr. Theo de Kok von der Universität Maastricht (NL) gibt der Inhaber des Spargel- und Erlebnishofes Ernst-August Winkelmann einen Ausblick auf die Heidelbeersaison und läd anschließend in die Heidelbeeranlage zum Pflücken ein.

Im Land Brandenburg wachsen auf 114 Hektar Kulturheidelbeeren. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Zuwachs von 10 Prozent. Heidelbeeren sind nach Sanddorn die zweitwichtigste Strauchbeerenart in Brandenburg. 2014 betrug die Erntemenge 816 Tonnen, ein Jahr zuvor waren es nur 472 Tonnen. Damit belegt die Heidelbeere hinter Sanddorn den zweiten Platz beim Beerenobst im Land Brandenburg.

Insgesamt produzieren 18 Betriebe die blauen Beeren. Anbauflächen befinden sich in den Landkreisen Potsdam-Mittelmark, Barnim, Havelland, Märkisch-Oderland, Oberhavel, Ostprignitz-Ruppin und Teltow-Fläming. Die blauen Beeren werden ebenfalls in der Prignitz in Potsdam angebaut.

Durch die Sortenwahl ist es den Betrieben möglich, Heidelbeeren von Juli bis in den September hinein anzubieten. Kunden kaufen gern direkt beim Erzeuger - im Hofladen oder auf dem Markt. Beliebt ist auch die Selbstpflücke, die nicht nur für Familien zum Erlebnis wird.

Anbau in Deutschland

Im Jahr 2014 war die Kulturheidelbeere mit einer Erntemenge von 12.100 Tonnen die in Deutschland meistgeerntete Strauchbeere. Ihr Anteil an der gesamten deutschen Erntemenge an Strauchbeeren lag bei 34 %. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, stieg die Erntemenge von Kulturheidelbeeren im Vergleich zum Jahr 2013 um knapp 18 Prozent – bei einer annähernd gleichbleibenden Anbaufläche von 2.100 Hektar. Mit knapp 9.100 Tonnen wurden in Niedersachsen 75 Prozent aller in Deutschland geernteten Kulturheidelbeeren angebaut. Auf die Fläche bezogen liegt Brandenburg hinter Niedersachsen, Baden-Württemberg und Bayern auf Platz 4.

Herkunft und gesundheitlicher Wert

Die heimischen Blaubeeren, die bei uns wild im Wald wachsen, sind mit den dicken Kulturheidelbeeren nur ganz entfernt verwandt. Während die kleinen, durchgehend blau gefärbten heimischen Blaubeeren an niedrigen, krautigen Büschen hängen, wachsen die deutlich dickeren Kulturheidelbeeren an bis zu zwei Meter hohen Sträuchern, haben eine blaue Schale und helles Fruchtfleisch. Ihr Ursprungsland ist Nordamerika. Dort wurden vor etwa 100 Jahren die ersten Kreuzungen von Wildarten durchgeführt. Bis heute sind daraus viele Kultursorten hervorgegangen, die sich in Fruchtgröße, Reifezeit und Wuchsverhalten unterscheiden.

Kulturheidelbeeren übertreffen ihre kleinen europäischen Verwandten nicht nur in der Größe – auch ihr Gehalt an Mineralstoffen und Vitaminen ist zum Teil erheblich höher. Das gilt besonders für Calcium, Magnesium und Eisen sowie für Vitamin A, B1 und B2. Auch der Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen ist höher als bei anderen Früchten. Als wichtigste Heilwirkungen der Heidelbeere werden angesehen: Stärkung des Immunsystems, Verzögerung des Alterns, positive Wirkung auf das Sehvermögen sowie regulierende Wirkung bei Magen- und Darmerkrankungen. Auch auf die Senkung des Cholesteringehalts sollen sie einen positiven Einfluss haben.

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