„Grüne Kompetenz
für unsere Region”

Heidelbeeren: Die blaue Saison beginnt

Liebhaber können Heidelbeeren selbst pflücken

Heidelbeeren werden vor allem wegen ihres gesundheitlichen Wertes immer beliebter. Darauf stellen sich Brandenburger Produzenten ein. Gegenüber 2014 ist die Fläche im vorigen Jahr um 41 Prozent gewachsen. Weitere Heidelbeerpflanzungen sind absehbar. Viele Betriebe bieten die blauen Beeren auch zur Selbstpflücke an. Hier verbindet sich für den Verbraucher das Angenehme mit dem Nützlichen.

Der offizielle Start erfolgt am kommenden Freitag, den 15. Juli 2016 um 11.00 Uhr in Klaistow. Spargel- und Erlebnishof Klaistow Buschmann & Winkelmann, Glindower Straße 28, 14547 Klaistow (zwischen Beelitz und Werder/Havel, direkt an der A10, 1 km ab Abfahrt Glindow/Klaistow). www.buschmann-winkelmann.de

Herkunft und gesundheitlicher Wert

Die heimischen Blaubeeren, die bei uns wild im Wald wachsen, sind mit den dicken Kulturheidelbeeren nur ganz entfernt verwandt. Während die kleinen, durchgehend blau gefärbten heimischen Blaubeeren an niedrigen, krautigen Büschen hängen, wachsen die deutlich dickeren Kulturheidelbeeren an bis zu zwei Meter hohen Sträuchern, haben eine blaue Schale und helles Fruchtfleisch. Ihr Ursprungsland ist Nordamerika. Dort wurden vor etwa 100 Jahren die ersten Kreuzungen von Wildarten durchgeführt. Bis heute sind daraus viele Kultursorten hervorgegangen, die sich in Fruchtgröße, Reifezeit und Wuchsverhalten unterscheiden. Kulturheidelbeeren übertreffen ihre kleinen europäischen Verwandten nicht nur in der Größe – auch ihr Gehalt an Mineralstoffen und Vitaminen ist zum Teil erheblich höher. Das gilt besonders für Calcium, Magnesium und Eisen sowie für Vitamin A, B1 und B2. Auch der Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen ist höher als bei anderen Früchten. Als wichtigste Heilwirkungen der Heidelbeere werden angesehen: Stärkung des Immunsystems, Verzögerung des Alterns, positive Wirkung auf das Sehvermögen sowie regulierende Wirkung bei Magen- und Darmerkrankungen. Auch auf die Senkung des Cholesteringehalts sollen sie einen positiven Einfluss haben.

Eigener Anbau

Wer möchte, kann seine Heidelbeeren auch selbst anbauen- entweder im Garten oder im Kübel. Wichtig ist die Beachtung spezieller Ansprüche. Kulturheidelbeeren (Vaccinium) gehören wie Rhododendren zu den Heidekrautgewächsen und bevorzugen einen humusreichen, kalkfreien und gleichmäßig feuchten Boden. Obwohl fast alle Kulturheidelbeeren selbstfruchtbar sind, ist es empfehlenswert wenigstens zwei unterschiedliche Sorten zu pflanzen, dann ist der Fruchtertrag wesentlich höher. Heidelbeeren können je nach Sorte ab Juli bis in den September hinein geerntet werden. Kleinwüchsige Sorten sind für den Anbau im Topf geeignet. Wer einen Garten zur Verfügung hat, kann aus einer größeren Anzahl an Sorten wählen. Empfehlenswert ist der Kauf im gärtnerischen Fachhandel. Dort ist die richtige Beratung garantiert.

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