Kürbisse aus Brandenburg
Regional, vielseitig und gesund
Kürbisse aus Brandenburg – Rekorde, Vielfalt und Genuss
Kürbisse sind in Brandenburg weit mehr als nur ein herbstliches Gemüse. Sie schmücken Gärten, sind beliebte Dekorationsobjekte und stehen im Mittelpunkt zahlreicher Veranstaltungen im Land. Doch auch wirtschaftlich spielen sie eine wichtige Rolle: Brandenburg zählt bundesweit zu den bedeutenden Regionen im Kürbisanbau.
Kürbisanbau in Brandenburg – Zahlen und Fakten
Im Jahr 2024 wurden in Brandenburg rund 450 Hektar Speisekürbis angebaut – ein deutlicher Anstieg und Rekordwert seit 2005.
Sortenvielfalt: Auf Höfen und Ausstellungen wie in Klaistow werden bis zu 400 unterschiedliche Kürbissorten kultiviert und gezeigt, wobei die gängigen Speisekürbisse Hokkaido, Butternuss, Muskat- und Spaghettikürbis die Hauptanbausorten sind.
Schwerpunkte: Auf Großbetrieben und Spezialhöfen sind typischerweise 10 bis 20 Sorten für den Verkauf und den Direktvermarkteranbau relevant, darunter oben genannte. Auch kleinere und seltenere Sorten wie der Riesen-Kürbis (Cucurbita maxima), Feigenblattkürbis (Cucurbita ficifolia) oder Cucurbita argyrosperma werden in geringerem Umfang angebaut, überwiegend zu Schau- und Dekorationszwecken.
Erntemenge: In 2024 erzielte die Kürbisproduktion in Brandenburg eine Rekordernte von 12.500 Tonnen – 160% mehr als der Durchschnitt der letzten sechs Jahre.
Sortenvielfalt: Brandenburg ist für seine große Bandbreite bekannt. Auf dem Kürbishof Klaistow werden jährlich bis zu 500 Sorten aus aller Welt präsentiert – von den beliebten Klassikern Hokkaido, Butternuss und Muskatkürbis bis zu seltenen und dekorativen Varianten.
Kürbis – vielseitig und gesund
Die Panzerbeere ist nicht nur schmackhaft, sondern auch ein echtes Gesundheitswunder:
Fruchtfleisch: kalorienarm, reich an Vitaminen und Ballaststoffen
Kerne: voller wertvoller Öle, Eiweiß und Mineralstoffe
Traditionelle Nutzung: ob als Suppe, Öl, Brot oder in Wellness-Anwendungen – der Kürbis ist vielseitig einsetzbar
Heilpflanze: Seit 2005 wird Kürbis offiziell als Heilpflanze anerkannt, unter anderem wegen seiner entzündungshemmenden und entwässernden Eigenschaften.
Feste und Erlebnisse rund um den Kürbis
Die Brandenburger Kürbiszeit ist bunt und lebendig. Zahlreiche Ernte- und Bauernmärkte feiern die Saison mit Ausstellungen, Aktionen und kulinarischen Angeboten. Ein Highlight ist die jährliche Kürbisausstellung in Klaistow, die Hunderttausende Besucher anzieht. Dort sind nicht nur hunderttausende Kürbisse zu bewundern, sondern auch eine Sortenschau mit bis zu 500 verschiedenen Arten.
Mit seiner Kombination aus wirtschaftlicher Bedeutung, Sortenvielfalt und kulinarischem Reichtum ist der Kürbis in Brandenburg ein echtes Aushängeschild für den Gartenbau – und sorgt jedes Jahr aufs Neue für eine farbenfrohe und genussreiche Herbstzeit.
Rezepttipp: Brandenburger Kürbiscremesuppe
Ein herbstlicher Klassiker für Genießer:
Zutaten (für 4 Personen):
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1 Hokkaido- oder Butternusskürbis (ca. 1 kg)
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1 Zwiebel
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1 Knoblauchzehe
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750 ml Gemüsebrühe
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100 ml Sahne oder Kokosmilch
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2 EL Öl
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Salz, Pfeffer, Muskat
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Kürbiskerne und Kürbiskernöl zum Garnieren
Zubereitung:
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Kürbis waschen, entkernen und in Stücke schneiden (Hokkaido muss nicht geschält werden).
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Zwiebel und Knoblauch würfeln, in Öl glasig anschwitzen.
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Kürbisstücke dazugeben, kurz mitdünsten und mit Brühe aufgießen.
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20 Minuten köcheln lassen, bis der Kürbis weich ist.
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Pürieren, Sahne oder Kokosmilch unterrühren und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.
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Mit gerösteten Kürbiskernen und einem Schuss Kürbiskernöl servieren.
Viel Spaß beim Genießen!