„Grüne Kompetenz
für unsere Region”

Erdbeersaison 2020 in Brandenburg gestartet

Regionaler Genuss sticht Bio

Süß, rot und sehr verführerisch im Geschmack: Erdbeeren aus Brandenburg sind gefragt wie nie. 2017 wurden die beliebten Früchte in Brandenburg noch auf etwa 550 Hektar angebaut, 2018 waren es 461 und im Folgejahr etwa 370 Hektar.

In diesem Jahr rechnet der Gartenbauverband mit einer Fläche von etwa 350 Hektar, davon etwa 10 bis 15 Prozent unter Vlies. Diese Form des Anbaus sichert zumindest höhere Erträge und höhere Qualität. Jedoch sind die Folienzelte genehmigungspflichtig. Anträge sind sehr aufwendig und schwierig. Außerdem ist es immer noch nicht gelungen, beim Handel kostendeckende und reelle Preise für das Obst einzufordern.

In diesem Jahr kommen noch die Probleme durch die Corona-Krise hinzu. Durch die Anti-Corona-Regelungen gibt es höhere Aufwendungen, die die Gärtner tragen müssen. Unter anderem haben sich die Kosten für die Unterbringung der polnischen Erntehelfer erhöht: So dürfen weniger Helfer in einem Raum untergebracht werden, es müssen mehr Bäder bereit stehen sowie Masken und Desinfektionsmittel angeschafft werden.

Die traditionelle landesweite Saisoneröffnung findet daher in diesem Jahr nicht statt. Aufgrund des Einsatzes des Verbandes ist aber davon auszugehen, dass die gut 1000 polnischen Erntehelfer pünktlich zum Erntestart bereitstehen werden.

Es gibt weitere gute Nachrichten: Lt. Lebensmittel-Zeitung entscheiden sich die Berliner und Brandenburger mit 71% für regionale Produkte, noch vor der Entscheidung für Bio (55%) auch wenn der convenient Faktor immer noch für 46 % eine Rolle spielt.